Stadtregionale Ausgleichsstrategien als Motor einer nachhaltigen Landnutzung

Universität Hohenheim

Fachgebiet Gesellschaftliche Transformation
und Landwirtschaft


Projektleitung: Prof. Dr. Claudia Bieling
claudia.bieling(at)uni-hohenheim.de
Projektbearbeitung: Marit Firlus
marit.firlus(at)uni-hohenheim.de

Schloss Hohenheim Museumsflügel 1C
70599 Stuttgart
+49 (0)711-459-24029
www.sta.uni-hohenheim.de


Fachgebiet der Landwirtschaftlichen Betriebslehre

Prof. Dr. Enno Bahrs
bahrs(at)uni-hohenheim.de

Dr. Elisabeth Angenendt
elisabeth.angenendt(at)uni-hohenheim.de

Schloss Hohenheim Museumsflügel 1C
70599 Stuttgart
+49 (0)711- 459-22566
www.uni-hohenheim.de

 

 

 

 

Universität Hohenheim - Fachgebiet Gesellschaftliche Transformation und Landwirtschaft

Das Fachgebiet Gesellschaftliche Transformation und Landwirtschaft der Universität Hohenheim widmet sich den gesellschaftlichen Fragestellungen zur nachhaltigen Entwicklung von Landnutzung im Kontext des globalen Wandels. Im Mittelpunkt der Forschung stehen Landnutzungskonkurrenzen und -entscheidungen und damit verbundene Wahrnehmungen, Einstellungen und Werte, Wissen und Handlungen von Landnutzern ebenso wie gesellschaftliche Diskurse und Governance-Ansätze. Die Arbeit des Fachgebiets zielt darauf ab, die vielfältigen, häufig umstrittenen und veränderlichen Werte und Interessen verschiedener Akteure sichtbar zu machen und eine Plattform zu bieten, die Austausch, gegenseitiges Verständnis und Konfliktlösung fördert. Der Forschungsansatz folgt systemischem Denken, ist transdisziplinär ausgerichtet und greift besonders auf die Konzepte der Kulturlandschaft und der sozialökologischen Resilienz zurück. 

Im Rahmen des RAMONA Projektes führt der Lehrstuhl eine Analyse der Akteure und ihrer wechselseitigen Beziehungen in Zusammenhang mit Ausgleichsmaßnahmen durch, die der Erfassung der aktuellen Ausgleichspraxis in Stuttgart und Filderstadt dient. Dabei sollen auch Hindernisse für die effektive Umsetzung der Eingriffsregelung aufgezeigt werden. In Verbindung zur modellhaften Abbildung der Ausgleichsprozesse erfolgt die Analyse bestehender Instrumente (u.a. Ökokonto, Produktionsintegrierte Kompensation) und Steuerungsansätze von Ausgleichsverfahren in der Region sowie die Identifizierung zugehöriger Akteurseinstellungen. Basierend auf der Analyse der Ist-Situation entwickelt das Fachgebiet im Dialog mit den Projektpartnern regionale Ausgleichstrategien, die sich an den Besonderheiten von Landschaftsräumen und Stadt-Umland-Beziehungen festmachen und den Prinzipien der Multifunktionalität, Integration und Partizipation gerecht werden. Zentrales Element des Forschungsauftrages ist die Anwendung partizipativer Methoden, wie Gruppeninterviews und Workshops. So wird die Einbindung der Perspektiven und des Wissens verschiedener Akteure und gesellschaftlicher Gruppen sichergestellt und der Austausch zwischen den Akteuren gefördert.

 

Universität Hohenheim - Fachgebiet der Landwirtschaftlichen Betriebslehre

Das Fachgebiet der Landwirtschaftlichen Betriebslehre der Universität Hohenheim verfolgt einen inter- und transdisziplinären Ansatz, bei dem wissenschaftliches Know-how vieler Teildisziplinen mit praktischem Wissen verbunden und betriebswirtschaftlich bewertet wird. Dabei steht der landwirtschaftliche Betrieb im Mittelpunkt der Forschung. Das Zusammenspiel von Umwelt- und Naturschutz mit der Landwirtschaft bildete in den vergangenen Jahren einen Schwerpunkt der Forschungstätigkeit. Dazu zählen auch Eingriffe gemäß BNatschG in die landwirtschaftliche Produktion, wie z. B. Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen. Damit wurde ein erhebliches Konfliktpotenzial zwischen Landwirtschaft und Naturschutz aufgebaut, das zukünftig eine stärkere mediatorische Begleitung mit ökonomisch-ökologischem Sachverstand erfordert. Das Projekt RAMONA bietet einen geeigneten Ansatzpunkt, dieses Konfliktpotenzial zu entschärfen und insbesondere im Rahmen der produktionsintegrierten Kompensation Möglichkeiten einer win-win Situation zu schaffen.