Stadtregionale Ausgleichsstrategien als Motor einer nachhaltigen Landnutzung

RAMONA – Stadtregionale Ausgleichsstrategien als Motor einer nachhaltigen Landnutzung

Der Zuzug in Großstädte und wirtschaftsstarke Stadtregionen verläuft ungebremst. Mit dem Ausbau von Wohn- und Arbeitsstätten und urbaner Infrastruktur wächst der Druck auf die natürlichen Ressourcen wie Boden, Wasser und Luft und auf die Tier- und Pflanzenwelt. Die Ressource Land wird rarer. Landwirtschaftliche Produktion, Natur- und Erholungsraum und Entwicklungsflächen für städtische Nutzungen konkurrieren miteinander.

 

Kompensation mit Mehrwert

RAMONA hat sich zum Ziel gesetzt, diese sich zuspitzende Konfliktsituation zu entschärfen und zwar durch eine vorausschauende, integrierende Planung sowie eine bessere Kooperation aller Beteiligten. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt im Rahmen von „Stadt-Land-Plus“. Diese Fördermaßnahme unterstützt Verbünde darin, die Stadt-(Um)Land-Beziehungen zu stärken und so eine nachhaltige Entwicklung von Regionen zu erreichen.

Im Blickpunkt von RAMONA stehen die Eingriffsregelung und der besondere Artenschutz – beides naturschutzrechtliche Instrumente, die dem Ziel dienen, Beeinträchtigungen von Natur  und Landschaft durch Bautätigkeiten zu vermeiden oder zu kompensieren. Was gut gemeint ist, führt in dynamischen Stadtregionen vielerorts zu unbefriedigenden Lösungen, vor allem dann, wenn die Maßnahmen isoliert und damit ineffektiv bleiben oder unerwünschte Nebenwirkungen haben, wie den Verlust von Erholungsraum oder von Agrarflächen, die auch für den Bodenschutz wichtig sind.

 

Wissenschaft trifft Praxis

RAMONA führt Partner aus Verwaltung, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Forschung zusammen, um abseits alltäglicher Sach- und Handlungszwänge nach innovativen Ansätzen zu suchen.

Zunächst gilt es, sich ein genaueres Bild von den Vorgängen und Instrumenten der Kompensation und den beteiligten Akteuren zu machen. Es werden Karten erstellt, die zeigen, wo in der Region eingegriffen wird und wo in welcher Weise kompensiert wird. Die Projektpartner erarbeiten parallel, wie eine gute fachliche Praxis in der Kompensation aussehen müsste. Indem beide Forschungsstränge zusammengeführt werden, zeigt RAMONA Handlungsbedarf auf und erarbeitet bessere Prozessabläufe und Lösungen im Raum.

Es sollen Wege erschlossen werden, wie Kompensationsmaßnahmen räumlich umfassender, vernetzter und damit auch effektiver gestaltet werden können. Gelingt dies, so fördert das Bundesministerium auch eine Umsetzungsphase von zwei Jahren. Dann werden in Modellräumen die Kompensationsstrategien erprobt und erste Maßnahmen umgesetzt werden.

 

Fördermaßnahme Stadt-Land-Plus
Projekttitel RAMONA – Stadtregionale Ausgleichsstrategien als Motor einer nachhaltigen Landnutzung
Laufzeit 01.03.2018 – 28.2.2021
Förderkennzeichen 033L201
Fördervolumen des Verbundes 2.591.874 Euro

Kontakt (Verbundleitung)

Prof. Dr. Frank Lohrberg
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur Jakobstraße 2 52056 Aachen
+49 241 8095050
ramona(at)la.rwth-aachen.de

Verbundpartner

RWTH Aachen University
    Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur
Universität Hohenheim
    FG Gesellschaftliche Transformation und Landwirtschaft
    FG Landwirtschaftliche Betriebslehre
Landeshauptstadt Stuttgart
Stadt Filderstadt
Verband Region Stuttgart
Flächenagentur Baden-Württemberg GmbH
NABU Stuttgart e.V.

Internet

www.zukunftsstadt-stadtlandplus.de
www.fona-ramona.de

Infoblatt RAMONA
Autor:Verbundpartner RAMONA
Dateigröße:193,81 KB

Kurzinformation zum Projekt RAMONA im PDF Format

Alle News zum Projekt

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Die Jahrestagung des Vereins ELSA e.V. (European Land and Soil Alliance) findet im Juni 2018 in Stuttgart statt. Im Rahmen der Veranstaltung wird das Projekt RAMONA von Prof. Dr. Frank Lohrberg vorgestellt.

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04.06.2018 - Projektbox RAMONA auf Sciebo eingerichtet
Die RWTH hat auf der Plattform zum Wissenstransfer der NRW-Hochschulen „Sciebo“ eine Projektbox für Ramona angelegt. Alle Projektbeteiligten können einen Gastzugang erhalten.

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