Stadtregionale Ausgleichsstrategien als Motor einer nachhaltigen Landnutzung

Landeshauptstadt Stuttgart

Referat Städtebau und Umwelt (StU)

Amt für Umweltschutz
Hermann J. Kirchholtes
Ansprechpartnerin: Christina Eilers
Christina.Eilers(at)stuttgart.de

Gaisburgstraße 4
70182 Stuttgart
+49 (0)711- 216-60650
www.stuttgart.de/umwelt

Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung
Elisabeth Bender, Wolfgang Maier

Amt für Liegenschaften und Wohnen
Ulrike Greifenhagen-Kauffmann

 

 

Im Umgang mit dem starken Nutzungsdruck, verfolgt die Stadt Stuttgart seit rund 20 Jahren die Strategie „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“. In dem sehr dynamischen Wirtschaftsraum ist dies mit großen planerischen Herausforderungen verbunden.
Im Jahr 2001 wurde in Stuttgart das Instrument des Nachhaltigen Bauflächenmanagements (NBS) eingeführt. Ziel ist es, bei möglichst geringem Flächenverbrauch ausreichend neue Bauflächen für Wohn- und Gewerbenutzung zur Verfügung stellen zu können. In einer Datenbank werden die Bauflächenpotenziale systematisch erfasst. Damit können aktiv und gezielt die Entwicklung einzelner Flächen vorangetrieben und gleichzeitig Eingriffe im Außenbereich vermieden werden.

Mit dem Bodenschutzkonzept Stuttgart steht seit 2006 ein Konzept zur qualifizierten Bewertung der Bodenpotenzialentwicklung bei Projekten der Innen- und Außenentwicklung zur Verfügung.

Im Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung werden u.a. der Flächennutzungs- und Landschaftsplan erstellt. Im diesem Rahmen wurden bereits Räume mit besonderer Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz, sowie landschaftliche Entwicklungsgebiete,  Bereiche / Suchräume für Ausgleichsmaßnahmen identifiziert. Im Rahmen der Grünordnungsplanung geht es um die Planung und Zweckbestimmung innerstädtischer Freiräume. Das Amt hat umfangreiche Erfahrungen in der praktischen Umsetzung der Eingriffsregelung und des besonderen Artenschutzes in der Bauleitplanung.

Das Amt für Umweltschutz prüft als untere Naturschutzbehörde für den Außenbereich die sachgerechte Verwendung der Eingriffsregelung und des besonderen Artenschutzes bei Projekten Dritter und ist für den Natur- und Artenschutz im Stadtgebiet zuständig. Seit 1995 ist das Amt für Umweltschutz untere Bodenschutzbehörde und damit für den vorsorgenden und nachsorgenden Bodenschutz zuständig.

Das Amt für Liegenschaften und Wohnen vertritt als Flächeneignerin im Projekt Ramona die Interessen der Landwirtschaft.

Die Stadtverwaltung war an zahlreichen nationalen und internationalen Projekten beteiligt. Beim Verbundvorhaben „Forschung für die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und ein nachhaltiges Flächenmanagement (REFINA)“ war die Stadt Projektpartner (2006-2009). In verschiedenen Interreg-Projekten wurden Strategien zur Stadtinnenentwicklung, zum Flächenrecycling und zum Bodenschutz entwickelt und umgesetzt, z.B. PROSIDE (2003-2006), REVIT (2004-2007), URBAN SMS (2008-2012).